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Die Idee Reiterpark Max Habel Süseler Baum

Ursprung und Wesen des Pferdesportes ist seine Ausübung im Gelände.
Geländereiten ist gekennzeichnet durch umfassende Ausbildung in allen Bereichen des artgerechten Umganges mit dem Pferd. Regelmäßige und systematische Geländeausbildung wird jedoch aus unterschiedlichen Gründen selten angeboten.
  • Intensive Nutzung der Landschaft durch Landwirtschaft und Freizeitgestaltung sowie notwendige Schonung von Natur und Umwelt erschweren das Reiten "querbeet".
  • Die für Grundausbildung von Reiter und Pferd entscheidende Ausbildung im Gelände ist auf ausgewiesenen Reitwegen allein nicht möglich.
  • Der Schwerpunkt der Ausbildung in den Reitanlagen liegt in der Spezialisierung Dressur- und Springreiten.
  • Darüber hinaus fehlen Ausbilder, die Erfahrung im Geländereiten besitzen und weitergeben können.
Entwicklung
  • Bei den olympischen Spielen in Kanada 1976 fand der damalige Bundestrainer der deutschen Vielseitigkeitsreiter Max Habel (1968 bis 1980).dort vielfältige übungsmöglichkeiten für Pferde und Reiter im Gelände vor. In seinem Buch "Vielseitigkeitsreiten" (Limpert-Verlag 1982) beschrieb er - veranlasst durch diese Erfahrung - Möglichkeiten für die Anlage von Reiterparks.
  • Am Süseler Baum bot sich 1979 die Möglichkeit, eine 4,5 Hektar große Kiesgrube so zu rekultivieren, dass sie als Gelände - Reit- und Trainingsplatz genutzt werden kann und dadurch die übrige schonungsbedürftige Landschaft entlastet wird.
  • Die Verschmelzung der Idee Reiterpark von Max Habel mit der Absicht pferdesportbezogener Rekultivierung einer Kiesgrube, war die Geburtstunde des Reiterparkes Süseler Baum.
Zur Umsetzung der Idee in die Tat gründete sich 1984 der Pferdesport- u. Förderverein Süseler Baum (PSFV). Dieser Verein bietet mit Bau, Erweiterung und dem Konzept der Nutzung Lösungen für die beschriebenen Schwierigkeiten des Pferdesportes im Gelände an. Schwer-punkt dabei ist die Grundausbildung von Pferd und Reiter im Gelände.
Der Reiterpark ist am 5. August 1987 feierlich eröffnet worden. Beim ersten Bundeschampionat für das deutsche Geländepferd, das am 12. und 13. September 1987 im Reiterpark ausgetragen wurde, erhielt der Reiterpark den Namen seines geistigen Vaters Max Habel.

Ziel der Idee Reiterpark ist es seit der ersten Idee,
  1. Reiter und ihre Pferde möglichst frühzeitig an das Geländereiten heranzuführen
  2. die Ausbildung des Reitens im Gelände zu verbessern.
Diese Ziele versucht der PSFV als Träger des Reiterparkes wie folgt zu erreichen:
  • Einsatz von rund zehn fachlich qualifizierten übungsleitern des PSFV
  • Einsatz von Ausbildern von außerhalb - auch aus anderen Bundesländern
  • Pferdefreundliche Gestaltung des Geläufes und der Hindernisse.
Ausbilder, zuschauende Angehörige oder Pferdebesitzer können jeden Galoppsprung beobachten. Sie geben ihre oft zurückhaltende Einstellung zum angeblich "gefährlichem" Geländereiten auf. Die Gehlust der Pferde steigt. Pferd und Reiter gewinnen Freude am "kultiviertem Reiten im Gelände" (Zitat Max Habel), am regulierten Vorwärts - Rücken frei und Nase vor.

Ergänzt wird der Reiterpark durch eine Grasgaloppbahn (Rennbahn) mit einer Länge von 1000 Metern plus einer Diagonalen. Eine Erweiterung des Querfeldein-Geländes um 5,5 Hektar auf dann insgesamt 10 Hektar ist in der Ausbauphase - siehe Lageplan.

Galerieübersicht

Galerie 1 - Wie alles begann - der Reiterpark vor 20 Jahren -

erstellt: 18.02.2010

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